Ein kurzes Porträt der Eckhard Busch Stiftung

Seelische Gesundheit. Unsere Aufgabe.

Stiftungen übernehmen oft genau dort Verantwortung, wo die private Wirtschaft und der Staat untätig bleiben oder bleiben müssen. Auch im Bereich der seelischen Gesundheit gibt es diese offenen Bereiche und die Eckhard Busch Stiftung ist eine von wenigen Stiftungen, die sich diesem Thema widmet. Denn

„Wir stellen uns hinter die Feststellung, dass es keine Gesundheit ohne psychische Gesundheit gibt. Psychische Gesundheit ist von zentraler Bedeutung für das humane, soziale und wirtschaftliche Kapital der Nation und sollte daher als integraler und wesentlicher Teil anderer Politikbereiche wie z.B. Sozialwesen, Bildung und Beschäftigung betrachtet werden.“

Marlies Busch

Die europäische Erklärung der EU-Gesundheitsminister aus dem Jahr 2005 in Helsinki hat sich die Eckhard Busch Stiftung zu eigen gemacht. Dafür setzt sie sich ein und verfolgt mit ihrer Arbeit drei wesentliche Ziele:

  • Sie unterstützt Projekte und Angebote direkt, die Betroffenen und Angehörigen helfen die Krankheit besser zu bewältigen.
  • Sie will die Akzeptanz von Menschen mit psychischen Erkrankungen in unserer Gesellschaft verbessern.
  • Sie fördert ideell und materiell die Wissenschaft und die Forschung auf dem Gebiet der psychischen Erkrankungen, deren Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten.

 

„In einer Stiftung unserer Größenordnung ist viel zu erledigen“, sagt Bettina Busch. „Das begann schon mit den ersten Gedanken zur Gründung einer Stiftung und endet wohl nie.“ In der Tat, die Arbeit einer Stiftung endet theoretisch nie. In Deutschland sind Stiftungen nämlich immer auf die Ewigkeit gerichtet. Dem hohen Arbeitspensum und den oft sehr langen Arbeitstagen begegnet Bettina Busch mit viel Energie, denn „Ich bin angetreten, um Gutes zu tun. Daher ist die Arbeit in der Stiftung so unglaublich befriedigend. Und der große Glücksfall dabei ist, dass mir die Arbeit sehr viel Spaß macht.“ Die Stiftungsmanagerin bringt Ihre Überzeugung vom Wert ihrer Arbeit in allem was sie tut, deutlich zum Ausdruck.

 

Projekte der Eckhard Busch Stiftung

Die Eckhard Busch Stiftung ist sowohl operativ als auch fördernd tätig, d.h. sie unterstützt Projekte anderer gemeinnütziger Träger oder Organisationen durch ihre finanzielle Förderung und sie initiiert eigene Projekte und Veranstaltungen. „Kino zeigt Seele“ gehört zu den langjährig erfolgreichen eigenen Reihen, ebenso wie „Kunst für die Seele, Museum erleben“. „Kino zeigt Seele“ ist ein öffentliches Format, in dessen Rahmen ausgewählte Filme rund um das Thema psychische Erkrankungen gezeigt werden. Im Anschluss ordnen Themenexperten den Film aus professioneller Sicht ein und beantworten die Fragen des Publikums. Am 10. Januar 2019 startet „Kino zeigt Seele“ mit dem Film „Die Überglücklichen“ bereits in die 8. Runde. Das Programm für 2019 finden Sie hier (PDF).

 

Projekt: Kunst für die Seele

„Kunst für die Seele, Museum erleben“ lädt Betroffene ein, unter besonderer Anleitung Kunst in den Kölner Museen gemeinsam zu erleben und sich darüber auszutauschen. Immer wieder gibt es auch spezielle Tage oder Abende, die den Fokus auf ein besonderes Thema richten, so zum Beispiel Essstörungen, Depression oder Kinder psychisch erkrankter Eltern. Im Frühjahr 2017 konnten sich Interessierte beispielsweise über die Borderline-Erkrankung im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Köln informieren. Die Eckhard Busch Stiftung hat die Tagung „Grenzenlos, Borderline erkennen, behandeln und überwinden“ vollständig eigenverantwortlich und mit großem Erfolg ausgerichtet. Über 300 Besucher folgten der Einladung. Das Presseecho und die Teilnehmer regen im Nachgang zu einer Wiederholung der Tagung an, die bereits für Herbst 2019 geplant ist.
Die geförderten Projekte haben eine große Spannbreite: es gibt Förderprojekte aus dem Bereich der wissenschaftlichen Forschung bis hin zu Theatergruppen für Menschen nach akuten psychischen Krisen oder aber auch die Förderung von Selbsthilfegruppen, die zur Aufklärung und Information beitragen.

 

Ausblick

In Deutschland töten sich ungefähr 10.000 Menschen pro Jahr selbst. Fast immer steckt eine seelische Erkrankung dahinter. Um diese Erkrankungen rasch zu erkennen und sicher behandeln zu können, braucht es in weiten Teilen Deutschlands viel mehr Therapieplätze und Therapeuten. „Ich wünsche mir in diesem Zusammenhang, dass die Gesundheit rund um die Seele, den gleichen Stellenwert, wie die physische Gesundheit bekommt“, fordert Bettina Busch. „Aber in Deutschland sind seelische Erkrankungen immer noch zu stark stigmatisiert.“ Ein Grund dafür ist, dass das Wissen und Verständnis der Menschen noch nicht geschaffen ist. Deshalb arbeitet Bettina Busch daran, eine große und wirksame Kampagne zur Entstigmatisierung ins Leben zu rufen. „Das ist aber noch ein langer Weg, auf dem noch viele Menschen aus Politik und Wirtschaft angesprochen und involviert werden müssen“, erläutert Bettina Busch. „Bis dahin setzen wir uns mit unserer eigenen Kraft der Eckhard Busch Stiftung und unserer Netzwerke für die Belange der seelisch Erkrankten ein.“ Dass dieser Kampf gegen die Stigmatisierung seelischer Erkrankungen ein schwieriges und tabuisiertes Arbeitsfeld ist, macht sich auch im Bereich der Stiftungsfinanzen bemerkbar. Denn „um den Zweck der Stiftung zu erfüllen, müssen Stiftungskapital und Spenden eingeworben werden“, betont Bettina Busch. Wir sind auf das Geld angewiesen und freuen uns auch über Ihre Spende! Sie können uns auch unterstützen, in dem Sie zum Geburtstag, Jubiläum und Weihnachten anstelle von Präsenten um eine Spende oder eine Zustiftung an die Eckhard Busch Stiftung bitten oder uns bedenken, wenn Sie über smile.amazon im Internet einkaufen.

 

Text: Pia Schlamann, Fotos: Eckhard Busch Stiftung

 

Weitere Informationen hier: https://www.eckhard-busch-stiftung.de/spenden/spenden/

 

Spenden- und Stiftungskonto
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